Einleitung
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Die Auftragsbücher der Architekten sind voll, teilweise übervoll. Die Baukonjunktur boomt. Die Gehaltskala angestellter Architekten zeigt steil nach
oben. Ein Übergebot an Arbeitsplätzen lockt, das Berufsbild erscheint so attraktiv wie nie zuvor. Schwimmen alle Architekten auf der Erfolgswelle?
Mitnichten! Die Latte der Auswahlkriterien für Wettbewerbe und VgV-Verfahren
liegt immer höher, die Teilnahme kleinerer Bürostrukturen wird schwieriger. Die Integration von Building Information Modeling (BIM) ist zeit- und kostenintensiv und honorartechnisch ungelöst. Kapazitätsengpässe nicht nur in
den Büros, sondern auch auf dem Bau führen zu Kostensteigerungen, Terminproblemen und Pfusch am Bau. Der Stern des Architekten als Dienstleister statt Künstler befindet sich im stetigen Sinkflug. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer dieser Bau-Euphorie?