11 Jun 2026 - 25 Jun 2026

Ausstellung

Unbuilding Bridges

Ausstellung des IRGE, Universität Stuttgart

VERNISSAGE: Do, 11. Juni 2026, 19:00 Uhr

AUSSTELLUNG: 12. – 25. Juni 2026, 15:00 – 18:00
ROUND TABLE: Do, 25. Juni 2026, 18:30 Uhr

In den kommenden Jahren müssen in Deutschland tausende Stahlbeton- und Spannbetonbrücken abgerissen werden, weil sie den Anforderungen im infrastrukturellen Tiefbau nicht mehr genügen. Die etablierte Praxis besteht darin, die Brücken zurückzubauen, zu zerkleinern und die Abfallstoffe zu recyceln. Doch was wäre möglich, wenn diese Bauwerke nicht nur als materielle Ressource, sondern als im Hochbau wiederverwendbare Bauteile verstanden würden? Welche Potenziale liegen in ihrer Wiederverwendung und welche technischen, logistischen oder normativen Hürden stehen ihr entgegen?

Das Projekt Unbuilding Bridges untersucht die Möglichkeit, Brückenbauteile kontrolliert zurückzubauen und für architektonische Projekte wiederzuverwenden. Ausgangspunkt sind Gespräche mit Akteuren aus Rückbau, Ingenieurwesen, Materialprüfung, Recycling und Bauindustrie sowie Entwurfsstudien zur Wiederverwendung bestehender Spannbetonbauteile in neuen räumlichen Kontexten.

Die Ausstellung zeigt Modelle, Zeichnungen, und Bilder, sie zeigt Rückbaustrategien und Machbarkeitsstudien, sie versammelt Erkenntnisse aus einem Jahr Forschung und Entwurf. Im Zentrum steht die Frage, wie obsolete Infrastruktur künftig als Ressource für neue Architektur verstanden werden kann.

Zum Abschluss der Ausstellung diskutieren Akteure aus Forschung, Ingenieurwesen und Industrie im Rahmen eines öffentlichen Round Tables die Herausforderungen und Potenziale von kontrolliertem Rückbau und Wiederverwendung im Hochbau.

EINE AUSSTELLUNG DES:
Instituts für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens (IRGE)
Fakultät Architektur und Stadtplanung, Universität Stuttgart

Unter Mitwirkung von: Yara Capelnik, Franka Eichinger, Magdalena Fieseler, Paul Hensgen, Manuela Schönenberger, Robert Stürzl und Prof. Adrien Verschuere.